Sepp-Herberger-Preis für digitale Mosella

3. Platz beim Sepp-Herberger-Preis

Die enormen Bemühungen rund um Homepage und soziale Netzwerke haben dem TuS Mosella Schweich nun eine hochkarätige Auszeichnung eingebracht: Vorsitzender Bernd Münchgesang und der in diesem Bereich federführende Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Harald Emmrich, nahmen für den dritten Platz in der Kategorie „Fußball Digital“ eine Sepp-Herberger-Urkunde und ein Preisgeld von 2000 Euro in Empfang. Am 120. Geburtstag des ehemaligen Bundestrainers und 1954er Weltmeister-Coachs erhielten die bundesweit 13 Preisträger in den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball Digital sowie Sozialwerk die mit Geld- und Sachpreisen in einer Gesamthöhe von 58 000 Euro dotierten Auszeichnungen.
Unter den 160 Gästen waren unter anderem DFB-Präsident Reinhard Grindel, Ehrenspielführer Uwe Seeler, Herbergers damaliger Schützling Horst Eckel und Ex-Startrainer Otto Rehhagel. In den sozialen Medien ist die Mosella seit 2014 unter anderem auf Facebook, Instagram, Pinterest, Google+ und Twitter vertreten. Darüber hinaus gibt es die Mosella-App, die für alle – insbesondere die Senioren – ins Leben gerufen wurde, die kein Facebook haben. Auf der neuen Homepage präsentieren sich alle elf Abteilungen des Klubs, der rund 1.400 Mitglieder hat – davon sind rund die Hälfte Jugendliche. Dabei nimmt der Fußball mit mehr als 20 Mannschaften und mehr als 600 gemeldeten Mitgliedern beim Sportbund Rheinland den größten Platz ein.
„Auch auf Integration und Inklusion legen wir großen Wert“, stellt Münchgesang klar. Zudem sieht der 72-Jährige auch den generationenübergreifenden Charakter, der durch diese Aktivitäten ausgeht: „Als Grundschullehrer habe ich einst Harry Emmrich Lesen, Schreiben und das Fußballspielen beigebracht. Jetzt hat er mir wiederum den Zugang zu den elektronischen Medien vermittelt. Mit einem Augenzwinkern fügt er an:. „Wenn das keine gelungene Symbiose ist.“
Alle Projekte bei der Mosella seien ehrenamtlich umgesetzt worden; es mussten lediglich 100 Euro investiert werden (45 Euro für die App sowie 55 Euro für die Lizenz der Homepage-Oberfläche). Zudem werden auch alle Printmedien, wie zum Beispiel die Vereinszeitschrift „Mosella-Info“ zu den Heimspielen, gefördert, wie der Club betont.
Harald Emmrich ist bei der Mosella ein Tausendsassa, spielt der 31-Jährige doch immer noch ab und zu bei der Mosella im Tor oder im Feld und hat zuletzt die Turnabteilung so richtig auf Vordermann gebracht. In den vergangenen rund drei Jahren hat er den Aufbau der Homepage und der App alleine bewältigt. Wieviel Zeit da im Detail drauf gegangen ist, vermag er nicht genau zu sagen: „Das Gute ist, dass man heutzutage mit dem Handy oder IPad sehr viel auch mal zwischendurch erledigen kann, zum Beispiel nach dem Abendessen und bevor man die Kinder ins Bett bringt.“
Für ihn hatte die stilvolle Feier in Mannheim noch einen ganz besonderen Stellenwert: „Für mich als FCK-Fan war es schon außergewöhnlich, Helden aus glorreichen Lauterer Tagen wie Horst Eckel und Otto Rehhagel die Hand zu schütteln“

 

Quelle: Trierischer Volksfreund